Zwar mag das Fahrrad in der Sächsischen Schweiz nicht das universelle Verkehrsmittel sein, wohl aber ist es das effektivste, um viel von der abwechslungsreichen Landschaft um das Elbtal zu erfahren. Mit allen Sinnen, als Tagestour oder mit Übernachtungen. Wer kein geeignetes Fahrrad hat oder es nicht transportieren möchte, kann es sich in Pirna oder Bad Schandau leihen. Mehrere Orte warten mittlerweile mit EBike- Ladestationen auf. Unterkünfte stellen sich zunehmend auf Radwandernde ein, ebenso Gasthäuser. Fahrradboxen oder -garagen stehen zur Verfügung, falls man Drahtesel und Gepäck mal loswerden möchte, etwa für eine Wanderung zwischendurch. Kurz: Die Bedingungen werden immer besser, um per Rad auf seine Kosten zu kommen, durch stille Täler zu rollen oder hinauf zu „klettern“, einmalige Panoramablicke zu genießen, die sich auf den Ebenheiten eröffnen oder noch weiter oben auf dem Děčínský Sněžník (Hohen Schneeberg).
Natur pur und Strecken für jeden Anspruch
Die Radwege durch den Nationalpark bieten Natur pur. Allerdings sind geländetaugliche Technik und fahrerisches Geschick erforderlich. Per Rad lassen sich Bastei und Königstein umrunden, andere Berge aus nächster Nähe bestaunen. Neu entwickelt für Gravelbike-Fans wurde die Strecke RockHead, welche die Sächsische Schweiz mit dem Zittauer Gebirge verbindet: Über 320 Kilometer hinweg auf teils rustikalen Wegen sind 4.660 Höhenmeter zu bewältigen. Anstrengend, aber ein Genuss für alle, die es mögen, ihre Grenzen auszuloten. Der Tourismusverband Sächsische Schweiz gibt online und als Karte umfangreiche Hilfe zur Tourenplanung.

Die Radroute durch den Nationalpark führt direkt unterhalb der Affensteine entlang. Im Blickpunkt: die Brosinnadel. © Foto: Torsten Wiesner

Das Radreisebuch Deutschland
Thorsten Brönner
Bruckmann, ISBN: 978-3734321535