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Echtes Johanniskraut

Hypericum perforatum

Gattung: Johanniskräuter (Hypericum)
Familie: Hypericaceae (früher: Hartheugewächse)


Für die Behandlung von Depressionen ist sie sehr bedeutend und schon die alten Griechen nahmen an, diese Pflanze könne Geister vertreiben: Hypericum. Die Präposition „hyper“ (altgriechisch) steht für „oberhalb“, auch „übermäßig“. Beim deutschen Johanniskraut wird ein biblischer Hintergrund vermutet. Als Namenspatron könnten der Apostel Johannes oder Johannes der Täufer dienen.

Der Hauptvertreter der Johanniskräuter (Hypericum) ist besonders als sanftes Antidepressivum bekannt.

Der Hauptvertreter der Johanniskräuter (Hypericum) ist besonders als sanftes Antidepressivum bekannt.

Letzterer wurde an einem 24. Juni geboren, zur Sommersonnenwende, wo Pflanzen der Hausapotheke besondere Heilwirkungen zugeschrieben werden. Heimisch ist die Staude in Europa und Asien, verbreitet ist sie inzwischen weltweit. Echtes Johanniskraut wurde 2015 als Arzneipflanze des Jahres sowie als Heilpflanze des Jahres 1995 und 2019 geehrt.

Volksmedizinisch wurden die getrockneten Triebspitzen der Blüten schon vor Jahrhunderten bei Verbrennungen und Traurigkeit angewendet. Sie seien: „gar nutzlich zu gebrauchen zu den zerknirschten und zerstoßenen Nerven, ... tauget es dem Schlag, der schweren Not der Melancholia hypochondriaca, ... dass sie das Blut in den Wunden stillen und dieselbigen, sonderlich was verbrannt ist, heilen“, überliefert Max Wichtl in „Teedrogen und Phytopharmaka“ (Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart 2009).

Hypericum ist ein „Aufheller“, wird innerlich bei psychovegetativen Störungen und depressiven Verstimmungen, bei Angst oder nervöser Unruhe angewendet. Äußerlich dienen ölige Hypericum-Zubereitungen zur Behandlung und Nachbehandlung von Verletzungen. Wechselwirkungen mit diversen Arzneimitteln sind zu beachten.
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