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Unser Naturheilkunde-Ratgeber für den Juni

 

Wichtiges zur Venengesundheit

Venen transportieren das Blut zurück zum Herzen und führen dabei 85 Prozent des gesamten Blutvolumens unseres Körpers. Besonders in der warmen Jahreszeit und mit zunehmendem Alter leiden Menschen unter den Symptomen des venösen Blutstaus. Schmerzen, Juckreiz, geschwollene Beine sind typische Anzeichen einer Venenschwäche, in der Medizin Veneninsuffizienz genannt. Sie beginnt damit, dass die Venenklappen nicht mehr richtig schließen. Blut sammelt sich in den Beinen an. Nahezu alle Menschen machen im Laufe ihres Lebens Venenveränderungen durch. „60 Prozent der Frauen und 20 Prozent der Männer leiden unter einer Venenschwäche“, berichtete die Zeitschrift Focus im vergangenen Sommer.

Venenquerschnitt

Venenquerschnitt

Zu hohes Gewicht und zu wenig Bewegung sind der Venengesundheit abträglich

Frauen leiden bevorzugt unter Venenschwäche, die zudem als erblich bedingte Bindegewebsschwäche häufiger auftreten kann. Neben diesen nicht änderbaren Faktoren gibt es solche, die von uns durchaus beeinflussbar sind. Zu hohes Gewicht und zu wenig Bewegung sind der Venengesundheit abträglich. Zu langes Stehen und Sitzen sind ungünstig. Unter den Körperhaltungen in Ruhe ist das Liegen aus Sicht der Venen die gesündeste. Noch besser aber ist Bewegung.

Selbst aktiv werden bei Venenerkrankungen

Der Arzt allein kann es nicht richten. Für einen optimalen Behandlungserfolg bei Venenerkrankungen muss der Patient selbst aktiv werden und Sport treiben. Nahezu alle Bewegungen tun auch den Beinen gut: Spazierengehen, Radfahren, Schwimmen, Wandern. Wer langes Stehen und Sitzen nicht vermeiden kann – und dies ist im modernen Arbeitsalltag leider die Regel –, sollte immer mal aufstehen und sich bewegen. Ist es nicht oft so, dass wir sitzend nachdenken? Diese Denkpause kann durchaus im Gehen stattfinden – oder was denken Sie?

Körpermasse fällt sprichwörtlich ins Gewicht! Je mehr auf unseren Beinen lastet, umso mehr Stress bekommen die Beinvenen. Auch daher ist es geboten, überflüssige Pfunde loszuwerden.

Ausreichend trinken, ballaststoffreich und nicht zu energiereich essen

Mindestens zwei Liter Flüssigkeit, an heißen Sommertagen eher drei Liter braucht der Körper. Die Getränke sollen nicht zu viel Natrium und das Essen sollte nicht mehr als die tatsächlich benötigte Energie enthalten. Faser- beziehungsweise ballaststoffreiche Kost ist dringend zu empfehlen. Dazu zählen naturbelassene Lebensmittel, frisches Obst, Gemüse und Salat. Tierische Fette und rotes Muskelfleisch gehören nicht dazu.

Gern auch mal barfuß laufen

Flaches und bequemes Schuhwerk mit leicht erhöhtem Absatz und anatomischem Fußbett tut dem Körper gut – im Gegensatz zu spitzen Schuhen mit hochhackigen Absätzen. Barfußlaufen ist gesund, sofern nicht andere Erkrankungen dagegen sprechen.

Kalte oder Wechselduschen sind eine Wohltat für die Beine. Ebenso tut Kneipp’sches Wassertreten den Venen gut. Tagsüber und am Abend sollte Zeit bleiben, die Beine hochzulegen. So wird der Rückfluss des Blutes gefördert.

Natürliche Hilfe verschafft Linderung

Lavendel-Zypressen-Öl beruhigt, fördert die Durchblutung und stabilisiert die Blutgefäße. Die Beine sollten morgens und abends herzwärts eingerieben werden. Bei venösen Stauungen und Krampfadern können auch die homöopathischen Mittel Hamamelis D6 oder Aesculus D6 helfen. Bei Bindegewebsschwäche haben sich diverse Schüßler-Salze bewährt, zum Beispiel Nr. 1 Calcium fluoratum D12 und Nr. 11 Silicea D12.

Das Oma-Image ist passé – die Strümpfe aber wirken nach wie vor

Kompressionsstrümpfe sind je nach Schweregrad der Beschwerden unerlässlich. Das Image der alten „Oma-Strümpfe“ haben sie abgelegt – es gibt sie sehr modern in vielen Farben und vielen verschiedenen Qualitäten.
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