Der Senftenberger See ist als Erholungsziel auch für Dresdner nicht mehr wegzudenken, sei es zum Baden, Paddeln oder zum Radeln rund um dieses alte Tagebaurestloch. In den letzten Jahren hat sich weiter östlich und nördlich viel verändert. Tagebaue wurden geschlossen, Erholungsgebiete wachsen aus dem Boden. Ein Leuchttum in Geierswalde zeigt an, dass das verschlafene Dorf heute an einem Ufer liegt. In der Tagebaufolgelandschaft werden neue Biotope und ökologische Gleichgewichte entstehen. Vieles hat sich die Natur bereits zurückerobert, wie sich etwa am Sedlitzer See zeigt. „Ab dem Jahr 2026 soll der größte See im Lausitzer Seenland der öffentlichen Nutzung zur Verfügung stehen“, heißt es bei der sanierenden Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV).
Seenland von Dresden aus mit dem Zug erreichbar
All das lässt sich auf ausgedehnten Radtouren intensiv erkunden. Die Gegend ist ausgesprochen flach. Einzig der Wind könnte sich als ernsthafter Gegenspieler bemerkbar machen. Ein Blick von der Landmarke „Rostiger Nagel“ ist ein Muss, beim Radeln durch Landengen wie zwischen Geierswalder und Partwitzer See fühlt man sich von Wasser geradezu umgeben. An dem aus Abraum entstandenen Aussichtspunkt Reppist bei Senftenberg erinnern Gedenktafeln an devastierte Orte – Dörfer, die der Braunkohle weichen mussten. Mit dem Regionalzug ab Dresden lassen sich nahegelegene Bahnhöfe von Ruhland bis Hoyerswerda direkt erreichen, mit einmal Umsteigen auch Senftenberg oder Sedlitz. Von letzterem ist es nicht weit bis zur Seestadt Großräschen, wo sich Brandenburgs berühmtester Weinhang befindet.

Auf Tour zwischen Senftenberger See und Sedlitzer See ist nicht nur ein Blick auf den „Rostigen Nagel“, sondern auch von oben ein Muss. © Foto: Karsten Blüthgen

Trick 17 kompakt – Fahrrad und E-Bike
Sandra Westenhöfer-Grammeth, Armin Westenhöfer
Verlag Frech, ISBN: 978-3772446344