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Apotheke am Blauen Wunder

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Unser Topthema

 

Gesunder Sport

Bewegung ist gut für Körper und Seele. Es ist eine uralte, vielfach bestätigte Weisheit, die es dennoch oft schwer hat, beherzigt zu werden

„Wenn wir jedem Individuum die richtige Menge Nahrung und Sport verabreichen würden, nicht zu wenig und nicht zu viel, hätten wir den sichersten Weg zur Gesundheit gefunden.“
Hippokrates von Kos, griechischer Arzt (um 460 – um 370 v. Chr.)

Nordic Walking

Nordic Walking

Mit „Körperlich fit bleiben“ ist eine unserer Sommeraktionen überschrieben. Zum Anlass haben wir die Olympischen Spiele in Tokio genommen, die vom 24. Juli bis 9. August 2020 stattfinden sollten. Dieses Ereignis wurde infolge der Covid-19-Pandemie auf den Sommer 2021 verschoben. Unsere Aktion wollen und müssen wir nicht ebenfalls vertragen. Wir halten daran fest, freilich unter Einhaltung der geltenden Corona-Schutzverordnung in unseren Familienapotheken. Diese Abstands- und Hygienemaßnahmen dienen der Gesundheit aller. Doch auch Bewegung ist gesund, am besten an frischer Luft. Daher sollten Sie sich dazu motivieren. Über das richtige Maß und die ausreichende Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen informieren wir Sie gern.


Vorbeugend nicht nur bei seltenen Krankheiten

Denn es geht nicht etwa nur um Vorbeugung und Therapie bei seltenen Krankheiten. „Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes hat Bewegung eine Effektstärke, die durchaus mit Medikamenten vergleichbar ist", sagt Wilhelm Bloch. Der Professor und Leiter der Abteilung für molekulare und zelluläre Sportmedizin der Deutschen Sporthochschule Köln führt damit zwei der häufigsten Erkrankungen an und stützt sich auf mehrere Studien. Zwar sterben in Deutschland immer weniger Menschen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, dennoch bleiben diese die mit Abstand führende Todesursache. Die Zahl der Herzpatienten in Krankenhäusern wächst, was einerseits auf eine steigende Lebenserwartung zurückzuführen ist, andererseits aus ungesunder Lebensweise resultieren kann. Nach Informationen der Deutschen Diabetes Gesellschaft haben in Deutschland aktuell rund 7 Millionen Menschen einen dokumentierten Diabetes mellitus – es handelt sich damit um eine der großen Volkskrankheiten. Zunehmend sind auch Kinder und Jugendliche betroffen. Auch bei Krebs kann sich Sport positiv auswirken. Bei manchen Krebsarten senkt er „die Mortalität der Patienten um 40 Prozent“, weiß Professorin Karen Steindorf, die am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg die Abteilung Bewegung, Präventionsforschung und Krebs leitet.


Vielseitige positive Effekte

Sport im Fernsehen schauen hat mit Sport treiben nichts zu tun. Das ist eine Binsenweisheit und steht doch symbolisch für den inneren Schweinehund, der uns oft wider besseres Wissen zögern lässt oder gar davon abhält, uns selbst zu bewegen. Es tut daher gut, uns dieses Wissen wach zu halten. Sport …

  • macht glücklich. Er füllt den Vorrat an Hormonen auf. So steigt die Menge an Serotonin, das vielseitige Aufgaben hat. Im Gehirn etwa wirkt es als Neurotransmitter, beeinflusst Laune, Lernfähigkeit, Appetit und Schlaf. Es hebt die Stimmung und wird daher auch „Glückshormon“ genannt.

  • stärkt unser Immunsystem. In der Bewegung sendet unser Körper Botenstoffe aus, die in Kombination mit Adrenalin Abwehrzellen aktivieren. Diese können auch das Tumorgewebe von Krebskranken erreichen.

  • lässt Muskeln wachsen. Beim Krafttraining schütten die beanspruchten Muskeln Myokine aus. Diese Botenstoffe treiben den Stoffwechsel an, so die Verbrennung von Fett, regen die Leber an und hemmen Entzündungen.

  • wirkt sogar genetisch. Die Veränderung des eigenen Erbguts durch Sport könnte erklären, warum manche Veranlagung im Laufe des Lebens zurückgedrängt wird.


Die Effekte wachsen meist bei intensivem Training stark an. Gerade dann ist auf eine angepasste Ernährung zu achten. Die soll dem Körper nicht das soeben verbrannte Fett wieder zuspielen, sondern der Regeneration dienen und Defizite etwa im Mineralstoffhaushalt beseitigen. Sehr gern beraten Sie unsere Mitarbeiterinnen zu diesem Thema.

Sollten Sie erst einsteigen, dann beginnen Sie behutsam, steigern Sie langsam und hören Sie auf Ihren Körper. Sport ist in gewisser Weise mit Stoffen vergleichbar, die wir zu uns nehmen (etwa Alkohol), oder mit anderen Einflüssen, denen wir uns aussetzen (etwa der prallen Sonne). Bis zu einer bestimmten Dosis ist Sport gesund. Darüber hinaus kann er schaden. Das wusste schon der Schweizer Arzt und Naturphilosoph Theophrastus Bombast von Hohenheim (1493 oder 1494 – 1541), bekannt als Paracelsus: „Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist.“
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